Der Briefbogen ist das unauffälligste und zugleich meistgenutzte Stück Ihrer Geschäftsausstattung. Angebote, Rechnungen, Anschreiben – alles läuft darüber. Entsprechend lohnt es sich, ihn einmal richtig zu machen.
Die formale Grundlage ist die DIN 5008, ergänzt um die DIN 676 für die Gestaltung. Sie regelt, wo das Anschriftenfeld sitzt, wo der Informationsblock steht und wo gefalzt und gelocht wird. Der Sinn dahinter ist praktisch: Die Adresse muss im Fensterumschlag sichtbar sein, und Falzmarken sorgen dafür, dass der Bogen reproduzierbar gefaltet wird. Wer die Maße frei erfindet, merkt das spätestens beim ersten Versand.
Inhaltlich gehören Pflichtangaben auf den Bogen – bei eingetragenen Unternehmen unter anderem Rechtsform, Sitz, Registergericht und Registernummer. Fehlen sie, ist das nicht nur unschön, sondern abmahnfähig.
Gestalterisch gilt Zurückhaltung. Der Briefbogen ist Träger für Ihren Text, nicht Bühne für Effekte. Logo, Farbklima und Schrift kommen aus Ihrer Corporate Identity und sollten sich exakt mit Visitenkarte und Website decken. Eine großzügige Fußzeile mit Kontakt- und Bankdaten wirkt meist ruhiger als ein überladener Kopf.
Beim Papier entscheidet die Haptik mehr als das Gewicht auf dem Datenblatt. Übliche Grammaturen liegen zwischen 90 und 120 g/m². Ungestrichene Naturpapiere lassen sich gut beschreiben und stempeln, gestrichene wirken glatter, nehmen Kugelschreiber aber schlechter an. Wenn Sie Bogen selbst im Laserdrucker nachbedrucken, muss das Papier dafür freigegeben sein – sonst lösen sich Farben in der Fixiereinheit.
Ein zweiter Satz für die digitale Nutzung ist inzwischen Standard: dieselbe Gestaltung als PDF-Vorlage, damit E-Mail-Anhänge nicht plötzlich anders aussehen als der gedruckte Brief. Wir legen beides zusammen an – als Teil Ihrer Geschäftsausstattung.