Veredelung bezeichnet alles, was nach dem eigentlichen Druck mit dem Papier passiert, um Optik oder Haptik zu verändern. Sie ist selten notwendig – aber sie ist das, was ein Druckerzeugnis in der Hand teurer wirken lässt, als es ist.
Gebräuchlich sind:
- Folienkaschierung – eine dünne Schicht über dem gesamten Bogen, matt oder glänzend. Schützt vor Abrieb, weshalb Umschläge und Speisekarten fast immer kaschiert werden. Soft-Touch fühlt sich samtig an.
- Partieller UV-Lack – nur einzelne Stellen werden glänzend lackiert, etwa das Logo auf mattem Untergrund. Der Reiz entsteht aus dem Kontrast.
- Heißfolienprägung – metallisch glänzende Folie, die mit Hitze aufgebracht wird. Wirkt anders als gedrucktes Gold, weil sie tatsächlich spiegelt.
- Blind- und Reliefprägung – ohne Farbe, allein über die Verformung des Papiers. Zurückhaltend und wirkungsvoll.
Alle Verfahren brauchen Vorlauf und eigene Druckdaten. Sinnvoll sind sie dort, wo etwas länger in der Hand bleibt – bei Mappen, Umschlägen und Visitenkarten eher als beim Streuflyer.