Beim Digitaldruck wird direkt aus der Druckdatei gedruckt – ohne Druckplatten, ohne Einrichten der Maschine. Technisch arbeiten die Geräte mit Toner oder Tinte, ähnlich einem sehr großen Bürodrucker, nur mit deutlich besserer Farbführung und auf Papieren, die ein Bürogerät nicht verarbeitet.
Der entscheidende Unterschied zum Offsetdruck liegt in der Kostenstruktur. Weil keine Platten belichtet und keine Maschine eingerichtet werden muss, entfallen die Vorkosten fast vollständig. Zehn Exemplare kosten deshalb ungefähr ein Zehntel von hundert – im Offset wäre das anders.
Daraus ergeben sich die typischen Einsatzfälle: kleine Auflagen, kurzfristige Termine und alles, was variabel ist. Personalisierte Einladungen, durchnummerierte Eintrittskarten oder Visitenkarten für zwölf Mitarbeitende mit jeweils eigenem Namen sind digital problemlos, im Offset dagegen unwirtschaftlich.
Grenzen hat das Verfahren bei sehr großen Auflagen und bei exakten Sonderfarben. Welcher Weg günstiger ist, rechnen wir im Zweifel einfach beides durch.